Theo.Logik. Jüdisches Leben in Deutschland

In der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 setzten organisierte Schlägertrupps jüdische Gotteshäuser in Brand. Geschäfte und Wohnungen von Juden wurden zerstört. Die Nacht war das offizielle Signal zum grössten Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Europa. Die jüdische Kultur und die Geschichte wachhalten, das hat sich der Verein «321-2021: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland» zum Ziel gesetzt. In zahlreichen Städten und Gemeinden werden nächstes Jahr vermehrt Ausstellungen, Lesungen, Gesprächskreise und Führungen stattfinden, wie z. B. in der nordschwäbischen Gemeinde Buttenwiesen. Dort lassen sich die Anfänge der jüdischen Gemeinde auch heute an der dörflichen Topografie ablesen. Die Synagoge in Augsburg-Kriegshaber gehört zu den ältesten erhaltenen Synagogen in Bayerisch-Schwaben. Der Verein «321-2021:1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland» möchte kulturelle, politische und interreligiöse Debatten anstossen und deutliche Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus setzen