Theo.Logik. Der Glaube und die US-Wahl

Herausforderer Joe Biden präsentiert sich als gläubiger Katholik, angeblich hat er immer einen Rosenkranz dabei. Trump ist zumindest auf dem Papier Presbyterianer – die den grössten Zweig der reformierten Kirche in den USA bilden. Allerdings hat der Präsident sich in den vergangenen vier Jahren nicht gerade als sehr fromm und gottesfürchtig inszeniert. Oder doch, weil er seine Themensetzungen sich mit den Wünschen der evangelikalen Kernwählerschaft decken? «Theo.Logik» fragt nach der Rolle des Glaubens und der Kirchen im US-Wahlkampf. Und dann geht es um ein altes Streitthema: Noch immer zahlt der Staat Jahr für Jahr viel Geld an die Kirchen als Ausgleich dafür, dass in der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Kirchen weitgehend enteignet wurden. Seit Jahrzehnten wird gefordert, das zu beenden – auch die Kirchen sind inzwischen an einer Regelung interessiert. Nun haben FDP, Grüne und Die Linke einen gemeinsamen Gesetzentwurf vorgelegt. Hat er Chancen, ein jahrzehntelanges Streitthema zu befrieden?