Theo.Logik. 60 Jahre Pille
Inzwischen ist es die dritte Generation von Frauen, die die Pille schluckt. Im August vor 60 Jahren kam sie auf den Markt. Durch die Möglichkeit, sicher zu verhüten, hat sich nicht nur die Sexualität verändert, sondern auch die Familienkultur. Widerstand kam und kommt bis heute von der katholischen Kirche. Papst Paul VI. bekräftigte 1968 in seiner Enzyklika «Humanae Vitae», dass «jeder eheliche Akt von sich aus auf die Erzeugung menschlichen Lebens hingeordnet bleiben» müsse. Doch die Pille war stärker als der Papst. Wie viele Kinder ein Paar bekommt, wann und überhaupt – das liegt heute in Europa weitgehend in der Hand des Paares beziehungsweise in der Hand der Frau. «Theo.Logik» spricht mit dem evangelischen Theologen Reiner Anselm über die Planbarkeit des Lebens. Oft genug gelingt auch heute der Lebensplan nicht – zum Beispiel, wenn man zu lange mit dem Kinderwunsch wartet. Ausserdem erinnern sich Zeitzeugen an die Gründung des Zentralrats der Juden in Deutschland am 19. Juli 1950
