Theo.Logik. Wie Künstliche Intelligenz unser Menschsein verändert
Die Einweg-Saftflasche nimmt er einfach nicht: Der Pfand-Automat im Supermarkt ist «intelligent» genug zu erkennen, dass er hier nicht mit «Mehrweg» gefüttert wird. Intelligente Computersysteme sind Schöpfer von Gemälden, komponieren Songs und Artikel – sind «schlau» und «kreativ», so scheint es. Und empathisch: Mithilfe von selbstlernenden «Chatbots» therapieren KI-Systeme inzwischen sogar psychisch kranke Patienten. Aber kann das wirklich funktionieren? Gerade in existenziellen Krisen wünschen sich Viele ein Gegenüber aus Fleisch und Blut, das «echte» Wärme und Fürsorge ausstrahlt. Oder lassen sich auch diese urmenschlichen Eigenschaften irgendwann in vollendeter Perfektion nachahmen? Ganz neue Lebensperspektiven und -qualitäten könnten sich eröffnen, wenn etwa künstliche neuronale Netze mithilfe von «deep learning» gedachte Wörter hörbar machen – und damit etwa Menschen mit dem «Locked-in-Syndrom» wieder eine Stimme geben
