Theo.Logik. Neue Debatte über den Kreuzestod
Mit dem Palmsonntag beginnt in den Kirchen die Karwoche. In den biblischen Texten wird die Leidensgeschichte Jesu bis zu seinem Tod am Kreuz erzählt. Doch hat sich dieser Kreuzweg mit der Kreuzigung, dem Tod Jesu und seiner Grablegung tatsächlich so zugetragen? Schon die ersten christlichen Gemeinden mussten sich mit dem Vorwurf auseinandersetzen, sie hätten alles nur erfunden. Der Historiker Johannes Fried hat in seinem im Januar erschienenen Buch «Kein Tod auf Golgata» eine schon ältere These erneuert, Jesus habe die Kreuzigung überlebt. Andere Historiker versuchen nachzuweisen, dass das Grab voll und die Auferstehung ein Hirngespinst gewesen sei. Seit der Aufklärung und der Entdeckung, dass die biblischen Texte keineswegs «vom Himmel gefallen», sondern zu gewissen Zeiten mit gewissen Absichten und für bestimmte Leser geschrieben sind, wird darüber debattiert, welche Elemente der Jesu-Überlieferung historisch belegbar sind. Welche Worte lassen sich wirklich auf Jesus zurückführen?
