The Life of David Gale
Die Journalistin Bitsey Bloom (Kate Winslet) reist in ein texanisches Hinrichtungsgefängnis für ein Interview, das über drei Tage geführt wird. Hier erzählt ihr David Gale (Kevin Spacey) seine Lebensgeschichte. Vom angesehenen Professor und Todesstrafengegner ist er durch tragische Umstände zum Vergewaltiger und Mörder geworden. Er wartet auf seine Hinrichtung und möchte der Journalistin seine Version der Geschichte mitteilen. Bitsey Bloom entdeckt ein Video, das die Unschuld von David Gale beweist. In letzter Minute versucht sie, die Hinrichtung zu verhindern und stellt fest, dass sie selbst Teil eines Komplotts gegen die Todesmaschinerie geworden ist.
Der Film von Alan Parker ist ein Thriller, ein Wettlauf gegen die Zeit. Er thematisiert sowohl die Fehler im System der Todesstrafe als auch die Manipulierbarkeit der Medienschaffenden. Wenn es um die Frage von Leben und Tod geht, besteht immer ein hohes Interesse der Medien. Die Gefahr von Fehleinschätzungen ist besonders unter Zeitdruck gross. Darüber hinaus gibt es einen politischen Kontext, der den Film brisant macht: Die Handlung bezieht sich auf die Situation im Bundesstaat Texas, in dem unter der Aufsicht von George W. Bush als Gouverneur insgesamt 131 Hinrichtungen vollzogen wurden: Ein trauriger Rekord und ein Bestandteil der politischen Karriere des amtierenden Präsidenten der USA.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch
«The Life of David Gale», USA/Grossbritannien/Deutschland 2002, Regie: Alan Parker, Besetzung: Kevin Spacey, Kate Winslet, Laura Linney, Verleih: Ascot Elite, Molkenstrasse 21, 8026 Zürich, Telefon: ++41 (0)1 298 81 81, Fax: ++41 (0)1 298 81 70, E-Mail: info@ascot-elite.ch, Internet: http://www.ascot-elite.ch
Kinostart: 17. April 2003
