Tandem. Wolfskinder – Deutsche Kriegswaisen und ihre heutigen Kontakte nach Litauen

Sieglinde Kenzler, 1935 in der Nähe von Königsberg geboren, war 12 Jahre alt, als ihre Mutter starb und sie mit ihren vier Geschwistern alleine war. Um nicht zu verhungern, fuhren die Kinder nach Litauen, streiften durch die Wälder, bettelten bei Bauern und schliefen in Strassengräben. Mehrere tausend deutsche Waisenkinder vagabundierten in den Nachkriegsjahren als sogenannte Wolfskinder durch Litauen. Seit 1991 besucht Sieglinde Kenzler mit ihrem Mann – auch er ein Wolfskind – regelmässig ihre frühere Heimat und unterstützt Kinderheime und Schulen