Tandem. Erst ausgebildet, dann abgeschoben
Moshin, 23, Flüchtling aus Pakistan, hat einen Pflegebasiskurs absolviert. Er könnte sofort als Pflegehelfer bei der Diakonie anfangen. Doch eine Arbeitserlaubnis bekommt er nicht. Seit einem halben Jahr hofft und bangt er: Arbeit oder Abschiebung? Dabei könnte man sich keine bessere Pflegekraft vorstellen, gerade im Umgang mit Demenzpatienten, lobt sein Ausbildungsleiter. Wie die meisten Pflegeeinrichtungen sucht die Diakonie händeringend Mitarbeiter. Anderen Branchen geht es ähnlich. Auch im Handwerk ausgebildete Flüchtlinge sind von der Abschiebung bedroht. Vor allem kleine und mittelständische Betriebe haben Zeit und Geld in deren Ausbildung investiert, für sie ist der Schlingerkurs in der Asylpolitik desaströs
