Sympathisanten – Unser Deutscher Herbst
Die Bundesrepublik in den 1970er Jahren. Künstler, linksliberale Intellektuelle, Hochschullehrer, Journalisten und Geistliche gerieten als vermeintliche «geistige Wegbereiter» des RAF-Terrorismus ins Fadenkreuz von Polizei, Presse und Politik. Sie wurden «Sympathisanten» genannt. Der Film von Felix Moeller ist Familiengeschichte, Filmgeschichte und Gesellschaftsportrait. Der Dokumentarfilm ist das Portrait einer polarisierten Gesellschaft in den 1970er Jahren, als die RAF die Schlagzeilen beherrschte. Der Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll beklagte ein Klima des Denunziantentums und der Hexenjagd. «Sympathisanten» wirft einen persönlichen Blick auf diese aufwühlende Zeit: Warum gipfelte der Aufbruch von 1968 in einer militanten Bewegung und warum konnten viele Menschen, bevor es zu den Gewaltexzessen kam, den von der RAF proklamierten Kampf für eine bessere und gerechtere Welt nachvollziehen?
