Super-GAU. Die letzten Tage Luxemburgs
Nukleare Katastrophe – diese Worte erinnern an Tschernobyl und Fukushima. Ein Gebiet wird verstrahlt und evakuiert. Die Flüchtenden müssen ihre Häuser und ihren Alltag verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Eine Region wird unbewohnbar. Doch was wäre, wenn es mitten in Europa zu einem Super-GAU käme? Das Land, von dem hier die Rede ist, ist Luxemburg: rund 600’000 Einwohner, eine Fläche von knapp 2’600 Quadratkilometern. Kein einziges Atomkraftwerk auf seinem Gebiet, aber umgeben von mehreren Reaktoren jenseits der Grenze. Die Doku-Fiction (FR/LU 2021) zeigt die fiktive Geschichte eines Atomunfalls mitten in dem europäischen Kleinstaat: Ein Reaktor überhitzt, explodiert und das ganze Land wird zur Sperrzone. Die gesamte Bevölkerung muss evakuiert werden, niemand darf bleiben. Mitten in Europa entsteht ein «schwarzes Loch». Über die Umweltkatastrophe und die gesundheitlichen Folgen hinausgehend, beleuchtet die Doku von Julien Becker die Gesamtheit der wirtschaftlichen, juristischen, politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und psychologischen Auswirkungen eines möglichen Super-GAUs mitten in Europa
