Story im Ersten. Der schwache Staat – Wenn Polizei und Justiz es den Rechtsextremen leicht machen

Der Kassler Regierungspräsident Walter Lübcke: ermordet von einem Rechtsextremisten – die Synagoge in Halle: angegriffen von einem Nazi, zwei Menschen werden im Umfeld erschossen – zehn Menschen in Hanau mit Migrationshintergrund: getötet von einem Rassisten. Immer blutiger wird Deutschland von Rechtsextremisten terrorisiert. Die Anschläge folgen dichter aufeinander. Die Bundesregierung, der Generalbundesanwalt und das BKA haben dem rechten Hass den Kampf angesagt: Die militante neonazistische Organisation Combat 18 verboten, zwölf mutmassliche Rechtsterroristen festgenommen, das Waffenrecht verschärft. Auf höchster Ebene wird die Gefahr von rechts nun endlich ernst genommen – aber auf der Arbeitsebene spielen Polizisten, Staatsanwälte und Richter seit Jahren rechte Tatmotive herunter und bagatellisieren immer noch rassistische Übergriffe. Die Dokumentation wirft ein Schlaglicht auf den ganz alltäglichen Umgang mit rechtsextremen Straftaten in einem hochnervösen Deutschland zwischen Terrormeldungen, Trauerbeflaggung und Gedenkminuten