Sternstunde Religion. Restaurative Justiz: Wenn Täter und Opfer sich begegnen

Restaurative Justice nennt sich ein Verfahren, das auf einem alten Rechtsprinzip aufbaut. Es geht um die Begegnung und Auseinandersetzung zwischen Opfern oder deren Angehörigen mit dem Täter. Drei Fragen stehen im Zentrum: Welcher Schaden ist beim Verbrechen entstanden? Wer hat welche Bedürfnisse? Wer soll oder kann diese Bedürfnisse erfüllen? In einem Media­tionsprozess sollen verurteilte Verbrecher dazu gebracht werden, Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen, in dem sie den Opfern begegnen. Es wird nach Wiedergutmachung und Heilung gesucht. Dabei sollen die Opfer und deren Angehörige gestärkt und ihren Bedürfnissen und Forde­rungen Rechnung getragen werden. Die Autorinnen Chloé Henry-Biabaud und Isabelle Vayron de La Moureyre begleiten Agnes und weitere Opfer und deren Angehörige auf diesem Weg