Sternstunde Religion. Gewalt im Namen Buddhas

Kahlgeschorene Männer in roten Roben predigen fanatisch den Hass gegen die Rohingya, eine muslimische Minderheit in Myanmar, und scheuen sich nicht davor, bei deren Vertreibung selber Hand anzulegen. Es sind burmesische Mönche, die sich den Lehren Buddhas verpflichtet sehen. Sie erschüttern regelrecht unsere Vorstellung einer idealen Religion, die nach innerer und äusserer Harmonie strebt und Gewaltlosigkeit predigt. Sind die Gewaltexzesse in Myanmar die Ausnahme, die die Regel bestätigen, oder hat der Buddhismus – wie alle anderen Religionen auch – eine Gewaltgeschichte? Amira Hafner-Al Jabaji diskutiert mit der Religionswissenschaftlerin und Asienspezialistin Karénina Kollmar-Paulenz von der Universität Bern