Sternstunde Religion. Angst vor Tod und Teufel – Die Geschichte des Aberglaubens
Mit Steinen beschwert, festgeschnürt, mit Glöckchen im Grab oder enthauptet – archäologische Funde lassen ahnen, welche Angst unsere Vorfahren vor Untoten hatten. Und welche Massnahmen sie ergriffen, um sie im Grab zu halten. Aufhocker, Nachzehrer, Wiedergänger. Im Aberglauben unserer Vorfahren konnten die «lebenden Leichen» unterschiedliche Gestalten annehmen, um den Lebenden den Schlaf zu rauben. Noch heute halten sich solche Vorstellungen zum Teil hartnäckig. So sind etwa in manchen Gegenden Rumäniens alte Rituale zur Abwehr von Untoten bis heute lebendig. Auch in Grossbritannien sind solche Fantasien präsent. Die Kulturanthropologin Deborah Hyde geht auf Geisterjagd in englischen Schlössern und sucht nach wissenschaftlichen Erklärungen für die Gruselerscheinungen. Auch der Historiker Ronald Hutton forscht in Bristol zu Hexenglauben und Magie. Er zeigt, wie tief die Angst vor dem Unheimlichen bis heute in uns verwurzelt ist
