Sternstunde Religion. Fragwürdige «Therapien» für Homosexuelle

Elektroschocks, Hormonbehandlungen und Aversionstherapien – eigentlich gelten diese dubiosen Praktiken als verschwunden, seit Homosexualität in der WHO-Klassifizierung nicht mehr als psychische Erkrankung aufgeführt wird. Doch an die Stelle sind andere Methoden getreten, die weiterhin weltweit verbreitet werden. «Konversionstherapien» werden diese Behandlungen genannt, die Homosexuelle in Heterosexuelle «umpolen» sollen. Für die Betroffenen haben diese Therapien gravierende psychische und gesundheitliche Folgen. In den Vereinigten Staaten bekennen sich gewisse evangelikale Vereinigungen lautstark zu solchen Praktiken. In Frankreich, Deutschland und der Schweiz dagegen verhalten sich Katholiken und Evangelikale zurückhaltender, auch wenn einige dieser «Heiler» Ansehen geniessen und ein florierendes Geschäft betreiben. Für den investigativen Dokumentarfilm haben Bernard Nicolas und sein Journalistenteam zwei Jahre lang in den USA, in Frankreich, Deutschland, Polen und der Schweiz ermittelt