Sternstunde Philosophie. Kein „Krieg“ gegen den Terrorismus
US-Präsident Bush führt seit dem 11. September des vergangenen Jahres Krieg gegen den Terrorismus. Und Bin Ladens Organisation wähnt sich im heiligen Krieg gegen die USA. Der frühere SPD-Minister und spätere Pazifist Erhard Eppler hat darauf hingewiesen, dass der Westen die Mörder von New York nicht zu Kriegsführenden befördern und damit aufwerten sollte. Kriege im geschichtlich-völkerrechtlichen Sinn können nur zwischen Staaten geführt und beendet werden. Das Phänomen nichtstaatlicher, privatisierter Gewalt muss subtiler reflektiert werden. Eppler, der einst wegen zu radikaler Denkansätze die Regierung von Helmut Schmidt verliess, hat in schonungslos offenen Büchern das Funktionieren moderner Politik dargestellt und liefert nun eine der besten philosophisch-politischen Analysen des Phänomens Terror. Gespräch
