Sternstunde Philosophie. Ágnes Heller – Jahrhundertzeugin und Kämpferin für die Freiheit
Ágnes Heller wurde 1929 als Jüdin in Budapest geboren und musste als Jugendliche den Zweiten Weltkrieg miterleben. Ihr Vater wurde in Ausschwitz getötet, sie selbst entkam dem Tod nur durch Zufall, zusammen mit ihrer Mutter. Auf den Nationalsozialismus folgte bald die zweite Hölle: der Stalinismus. Die damals überzeugte Marxistin erlebte, wie aus einer guten Idee grausame Politik gemacht wurde. Heute kämpft die 88-Jährige für mehr Freiheit und erhebt ihre Stimme gegen Viktor Orban, den Ministerpräsidenten Ungarns. Sie kritisiert den zunehmenden Abbau der liberalen Demokratie in Ungarn und sieht in Orban einen gefährlichen Machtmenschen. Mit Yves Bossart blickt sie auf ihr bewegtes Leben und verrät, was sie antreibt
