Sternstunde Philosophie. Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert
Niemand ist gefeit davor, behindert zu sein. Manche Menschen kommen mit einer Behinderung zur Welt, andere verunfallen in der Lebensmitte, wieder andere werden im Alter blind oder gehörlos. Wie es sich mit einer Behinderung leben lässt, hängt stark von der Gesellschaft ab, in der man sich bewegt.
Inklusion ist ein Menschenrecht. Was aber braucht es, um Menschen mit einer Behinderung auch wirklich miteinzubeziehen und zu berücksichtigen – ohne dass sie unter Leistungsdruck geraten und überfordert sind, weil sie täglich mit ihrem Anderssein konfrontiert werden? Und was bedeutet es für die Gesellschaft, wenn die vorgeburtliche Diagnostik dazu führt, dass sich immer mehr Paare gegen ein Kind mit einer Behinderung entscheiden? Der britische Soziologe Tom Shakespeare diskutiert mit Barbara Bleisch
