Sternstunde Kunst. «Ursula – ein Fernsehskandal in Ost und West»
Wohl selten hat ein Fernsehfilm einen so grossen Scherbenhaufen hinterlassen wie «Ursula». Die Liebesgeschichte aus der Zeit Ulrich Zwinglis spielt in Zürich und thematisiert den Konflikt zwischen einer Täufergemeinde und dem Reformator Zwingli – gespielt von Matthias Habich. Die freie Verfilmung nach einer Novelle von Gottfried Keller von DDR-Regisseur Egon Günther rief 1978 einen Sturm der Entrüstung aus beim Publikum. Eine Flut von Leserbriefen kritisierte die «Pornographie», «verzerrte Darstellung der Reformation» als «unschweizerisch» – so der Tenor der empörten Zuschauerrufe
