Stationen. Erinnern und Vergessen
«Leben heisst erinnern» – nicht nur bei der Alzheimer-Selbsthilfe begegnet einem dieser Satz. Erinnerung trägt viel dazu bei, sich in der Welt und auch im eigenen Leben zurechtzufinden. Mancher schreibt im Alter seine Erinnerungen auf, um sich der eigenen Erlebnisse und Entscheidungen zu vergewissern – und vielleicht auch, um sich den Nachfahren zu erklären. Was aber, wenn die Erinnerung nachlässt? Wenn ein nahestehender Mensch an Demenz erkrankt, wird es besonders deutlich, wie sehr Erinnerung verbindet und Gemeinschaft stiftet. Für die jüdischen Gemeinden, die seit Jahrhunderten in der Diaspora leben, ist die Erinnerung deshalb identitätsstiftend – das wird bei den grossen religiösen Festen deutlich. Strassennamen, Denkmäler, ganze Wohnviertel: Wie sehr gemeinsame Erinnerungen auch von ethischen Massstäben erzählen, erfährt Moderatorin Irene Esmann bei einer Reise durch die eigene Stadt
