Starke Stücke. Der Menschenfeind
Im Haus der jungen Witwe Célimène (Franziska Machens) gehen die jungen Männer der gehobenen Gesellschaft ein und aus. Sie umschwärmen die gesellige Frau wie die Motten das Licht. Auch der alte Griesgram Alceste (Ulrich Matthes) ist Célimènes Charme erlegen. Célimène geniesst die Aufmerksamkeit ihrer vielen Verehrer, beteuert aber, dass ihr Herz nur Alceste gehört. Durch seine schonungslose und direkte Art macht sich Alceste immer mehr Feinde. Nicht einmal sein einziger enger Vertrauter Philinte (Manuel Harder) schafft es, ihn zu mässigen. Als unerwartet Briefe auftauchen, in denen Célimène alle Männer, Alceste eingeschlossen, die sie umwerben, verspottet, ist Alceste zutiefst enttäuscht. Ob ihrer ungleichen Liebe ein Happy End beschert ist, bleibt jedoch offen. Die Regisseurin Anne Lenk ist mit ihrer Inszenierung von Molières «Der Menschenfeind» zum ersten Mal zum Berliner Theatertreffen geladen. Ihre geschliffen klare Regiearbeit wird massgeblich unterstützt durch Florian Lösches Bühnenbild
