Searching Eva
Eva, 25, in Berlin lebende Italienerin, führt ein öffentliches Leben mit allen Konsequenzen. Mit 14 Jahren und neuem Namen erklärte sie die Privatsphäre zu einem überholten Konzept. Schon ihren ersten Tagebucheintrag veröffentlichte sie online. Seitdem teilt sie ihr Leben bis in intimste Details mit Menschen aus aller Welt. Sie lebt vielfältige Identitäten: Model, Dichterin, Sexarbeiterin, Ex-Junkie, Feministin, anarchistischer Freigeist. Erwachsen wurde Eva Collé im Internet, wo sie aus ihrer Identitätssuche ein öffentliches Spektakel machte. Dieses wirft die Frage auf, wie «eine Frau denn genau zu sein hat». Ihre Realität ist virtuell, und das Leben ist eine subjektive Konstruktion unter eigener Regie. Der Film springt von Berlin in Evas alte Heimat Italien, von Mexiko nach Athen, so, als klickten die Zuschauer sich durch ihr Instagram-Profil. «Searching Eva» ist der Debütfilm (DE 2019) der Künstlerin Pia Hellenthal. Er wurde bei vielen Filmfestivals weltweit gezeigt, erhielt Auszeichnungen und wurde für den Preis der Deutschen Filmkritik als Bester Dokumentarfilm nominiert
