scobel. Kinder – Wunsch und Wirklichkeit
Fruchtbarkeit hat Grenzen. Bei nicht optimalem Genmaterial kommt es entweder zu Fehlgeburten, oder die Befruchtung bleibt aus. Trotzdem versuchen viele Paare immer wieder, sich ihren Wunsch nach einem Kind zu erfüllen. Mit wachsenden Chancen – dank moderner Medizin. Lange Zeit schien Kinderkriegen die einfachste Sache der Welt. Doch bei immer mehr Menschen in den Industrienationen klappt es immer weniger mit der Fortpflanzung. Eine milliardenschwere, global agierende «Kinderwunsch-Industrie» bietet Lösungen an – von der ganz normalen In-vitro-Fertilisation über den Kauf von Sperma und Eizellen bis hin zur Leihmutterschaft. Das Wunschbaby scheint nun auch im fortgeschrittenen Alter oder bei ungünstiger körperlicher Disposition realisierbar – für Männer und Frauen. Was ist überhaupt noch ethisch vertretbar, und wo sollten die Grenzen der globalen Fruchtbarkeitsindustrie liegen? Ist Kinderkriegen in Zeiten von Klimawandel und steigender Weltbevölkerung überhaupt noch sinnvoll?
