scobel. Ausverkauf des Regenwaldes

Alexander von Humboldt unternahm Ende des 18. Jahrhunderts eine Expedition, um die Natur und deren Zusammenhänge in Südamerika zu erforschen. Seine interdisziplinären Interessen und globalen Betrachtungen sind noch heute richtungsweisend für die Ökologie. Die Natur als Netzwerk von Arten, Vegetation, Klima, Bodennutzung und industriellen Einflüssen zu sehen, ist ein interessantes Modell, um Veränderungen, aber auch Risiken unseres Handelns zu untersuchen. Messungen und Projekte in diesem Forschungsfeld dienen zunehmend als Grundlage für Prognosen und wissenschaftliche Studien. Doch immer häufiger hören und sehen wir alarmierende Meldungen aus Brasilien. Im Regenwald wurden im Juni 2019 60% mehr Fläche abgeholzt als im gleichen Monat des Vorjahres. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro opfert zunehmend die «grüne Lunge der Erde» den wirtschaftlichen Interessen. Aber welchen ökonomischen Wert hat eigentlich die Natur? Wie hoch ist der Preis, den Industriestaaten bereit sind, für den Naturschutz und das globale Klima der Erde zu bezahlen?