Schweizer Landeskirchen erneuern Vereinbarungen mit Radio und Fernsehen DRS
Am 22. November 2002 haben das Schweizer Fernsehen DRS und das Schweizer Radio DRS ihre Vereinbarungen aus dem Jahr 1979 mit den evangelisch-reformierten Kirchen sowie mit der christkatholischen und der römisch-katholischen Kirche erneuert.
Die neuen Vereinbarungen regeln die Zuständigkeit bei religiösen Sendungen in Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen DRS. Keine gesellschaftliche Gruppe in der Schweiz hat bei den Service-public-Sendern der SRG SSR idée suisse ein Recht auf Antenne. Die Vereinbarungen halten deshalb fest, dass es zu den Aufgaben von Radio und Fernsehen gehört, religiöse Sendungen in eigener redaktioneller Verantwortung zu gestalten. Andererseits haben die Kirchen den Anspruch, dass bei christlichen Sendungen – Radiopredigten, Wort zum Sonntag und Gottesdienstübertragungen – die Kirchen mit ihrer Verkündigung authentisch zu Wort kommen. Die neuen Vereinbarungen regeln deshalb das Zusammenwirken der Redaktionen von DRS mit den jeweiligen kirchlichen Partnern: der römisch-katholischen Kirche, den evangelisch-reformierten Kirchen und der christkatholischen Kirche. Die Vereinbarungen bestätigen, dass in diesen christlichen Sendungen die Kirchen vollumfänglich für den Inhalt zuständig sind, wobei die Fachredaktionen bei der Gestaltung mitbestimmen und letztlich die Verantwortung für die ausgestrahlte Sendung tragen. SF DRS und SR DRS tragen somit die volle programmliche Verantwortung und bestimmen Anzahl und Zeitpunkt der Sendungen.
Die Vereinbarungen von 2002 aktualisieren die Vereinbarungen von 1979. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Erwin Koller hat den neuen Text erarbeitet. Anlässlich des Kirchengespräches vom 22. November im Kloster Fahr wurden die Vereinbarungen unterzeichnet von Radio-Direktor Walter Rüegg, von Fernsehdirektor Peter Schellenberg, von den Medienverantwortlichen der Kirchen: Willy Kaufmann, Präsident des Vereins Katholischer Mediendienst, Markus B. Christ, Präsident des Vereins Reformierte Medien und Maya Weyermann, Informationsbeauftragte der christkatholischen Kirche.
Willi Anderau
Leiter Ressort Radio und Fernsehen am Katholischen Mediendienst und Bischöflich Beauftragter für Radio und Fernsehen
