Schätze der Welt – Erbe der Menschheit, Las Médulas
Eine bizarre Formenwelt ragt aus der gebirgigen Landschaft Asturiens im Nordwesten Spaniens: «Las Médulas». Seltsam geformte, Rot leuchtende Bergspitzen stechen in den blauen Himmel. Nicht natürliche Erosion hat die merkwürdigen Kegel und Spitzen aus einem Gemenge von roter Erde, Steinen und Fels geschaffen, sondern menschlicher Erfindungsreichtum: die Bergbautechnik «Ruina Montium» – High-Tech vor zweitausend Jahren. «Ruina Montium» nannten die Römer die Technik, mit der sie Berge in der eroberten Provinz Terraconensis durch Wasserkraft sprengten, um an die goldhaltigen Schichten zu gelangen. Wie mit Maulwurfsgängen wurde die Erde durchhöhlt. Asturier im Dienst des Imperium Romanum gruben Tunnel und Schächte, in die zerstörerischen Wassermassen geleitet wurden. Dieses «Gigantenwerk» geschah, um den Bedarf und die Gier der römischen Herren nach dem Edelmetall, aus dem sie ihre Münzen prägten und Schmuck fertigen liessen, zu sättigen
