Russland von oben. Kamtschatka und das ewige Eis

Russland ist das mit Abstand grösste Land der Erde. Von Kaliningrad an der Ostsee bis zur Meerenge der Beringstrasse, von der aus man Alaska sehen kann, sind es elf Zeitzonen und 7’000 Kilometer Luftlinie. Kamtschatka in Russlands fernem Osten – mit 29 aktiven und 150 nicht aktiven Vulkanen, Geysiren und Lachs fressenden Braunbären – hat eine unglaublich vielfältige Vegetation. Die Halbinsel besticht durch ihre bizarre Schönheit und Einsamkeit, die aus der Vogelperspektive ihre volle Wirkkraft entfalten. Genauso, wie «von oben» das Gedrängel auf der winzigen Insel Tjuleni richtig sichtbar wird: Tausende von Seebären, Seelöwen und Lummen tummeln sich hier auf wenigen Metern, während vor der Küste von Magadan bis Wladiwostok Orcas auf Jagd gehen. Dort, an der Grenze zu Nordkorea und fast schon in Sichtweite zu Japan, ist das Riesenreich zu Ende und blickt Wladiwostok – das «San Francisco» Russlands – auf Asien