Reporter Sélection. Jean-Claude Bastos und das Wunder von Angola
«Ich bin immer noch perplex», sagt Jean-Claude Bastos – und meint damit die Tatsache, dass er quasi über Nacht national bekannt wurde durch die sogenannten Paradise Papers. Dabei handelt es sich um ein Konvolut von ursprünglich vertraulichen Unterlagen, die den Medien zugespielt wurden. Sie zeigen anhand von Tausenden von Fällen, wie Reiche und Superreiche weltweit Steuervermeidung und Steuerhinterziehung betreiben. In den geleakten Unterlagen finden sich Datensätze zu mehr als 120 Staats- und Regierungschefs und Politikern aus 47 Ländern, darunter die britische Königin Elisabeth II. – und der bis dahin weitgehend unbekannte Jean-Claude Bastos. Reporter Simon Christen hat Bastos in der angolanischen Hauptstadt Luanda besucht. Er wolle mithelfen, Afrikas gewaltiges Potenzial zu entfesseln, sagt Bastos. Er sehe sich als Visionär, als Macher, der etwas bewege. Das Bild, das die Medien von ihm gezeichnet haben, ist für ihn «Chabis»
