Religion in Computerspielen

(medientipp) Das Computerspiel «Limbo» greift Jenseitsvorstellungen mehrerer Kulturen auf: die Vorstellung der Seele als Schatten aus der griechischen Mythologie und die «Vorhölle» (engl. Limbo). Der Ort, an dem früher die Seelen ungetaufter Kinder ihr Dasein nach dem Tod fristeten, gibt dem Game seinen Namen.

Der Spieler nimmt die Rolle eines kleinen Jungen ein, der in den Limbus hinabsteigt. Dort sind mehrere «Tode» des kindlichen Protagonisten nötig, bis der Spieler ein Hindernis verstanden hat und den Gefahren der rätselhaften Pflanzen, Bestien und Maschinen trotzen kann.

«Limbo» ist eines von 30 Spielen, die Oliver Steffen, Doktorand am Institut für Religionswissenschaft der Universität Bern, bereits für ref.ch rezensierte. Bereits seit gut eineinhalb Jahren erforscht er im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekts «Between God Mode and God Mood» die Zusammenhänge von Computergames und Religion. Analysiert werden die Spiele auf ihre ästhetischen, semiotischen und ludischen Charakteristiken. Die Rezensionen sind insbesondere für Lehrpersonen interessant, die Religion und Computerspiele im Unterricht thematisieren wollen.

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