Reflexe. Terence Davies – «Deep Blue Sea»

Terence Davies ist der stille Filmpoet unter den englischen Filmemachern – mit seinen Filmen passt er in kein Schema des «typisch britischen» Kinos. Von den Kostümfilmen im Jane-Austen-Stil sind sie ebenso weit entfernt wie vom beissenden sozialen Realismus von Mike Leigh oder Ken Loach. Sein Werk ist eine Art cineastisches Archiv von Erinnerungsbildern an das Nachkriegsengland der 50er-Jahre, leise, traurig, brutal, poetisch und oft autobiographisch gepräg