Reflexe. Neue Literatur aus dem Iran im Gespräch

Shahrnush Parsipurs Buch wurde sofort nach der Veröffentlichung 1989 verboten, zu gewagt in Form und Inhalt, zu voll von Lebenserfahrung. Mehrfach sass Parsipur wegen politischer Aktivitäten im Gefängnis. Heute lebt sie in den USA. Auch Amir Hassan Cheheltan flüchtete zeitweise ins Exil. Und es spricht für sich, dass «Teheran, Stadt ohne Himmel», der letzte Teil seiner Teheran-Trilogie, bislang nur in der deutschen Übersetzung ungekürzt erscheinen konnte. Zu präzise, gesellschaftlich wie politisch, schildert der Roman einen Tag im Leben eines Folterers