Reflexe. Kulturgeschichte der Trauer
Einst war Trauer eine öffentliche Pflichtaufgabe, denn der Tod eines Menschen hinterliess eine Lücke im Gemeinwesen. Heute hingegen wird der Tod nur im engsten sozialen Umfeld als schmerzlich empfunden, so Rainer Sörries, Autor des Buches «Kulturgeschichte der Trauer». Er widmet sich darin dem Bruch zwischen Früher und Heute. Ihn interessiert auch das riesige Spektrum zwischen gar keiner Trauer bis hin zum medialen Massenphänomen. Trauer ist nicht unzeitgemäss geworden, sie sucht sich aber vielseitige und eigene Wege
