Reflexe. Eine Kriegsreporterin plädiert für Klartext

Wenn etwas Schreckliches geschieht, flüchten sich Medienleute und Politiker in den Jargon des «Unaussprechlichen». Diese Rhetorik des Vagen kritisiert die Kriegsreporterin Carolin Emcke. Sie erachtet es als ethische Pflicht, menschliche Brutalität schonungslos zu benennen. In ihrem Buch «Weil es sagbar ist» zeigt sie auf, wie wichtig es für Opfer ist, über ihre traumatischen Erfahrungen reden zu können und zu wissen, dass die übrige Welt von diesen Gräueltaten erfährt. «Passage» hat Carolin Emcke zum Gespräch getroffen