radioWissen. Bilder vom Göttlichen

Ikonenkünstler verstehen sich als Mönche und Prediger. Das heilige Handwerk der Ikonenmalerei, in den orthodoxen Kirchen immer noch lebendig, verbindet Malkunst mit Meditation und mystischer Tiefenschau und öffnet den Blick für die unsichtbare Wirklichkeit hinter den Dingen: Auf wunderbare Weise, so glaubt man, machen diese Gemälde die Mysterien gegenwärtig, die sie darstellen. Aber was ist mit dem radikalen biblischen Verbot, sich ein Bild von Gott zu machen? Beides gehört zur Geschichte des Christentums: die sehnsüchtige Verehrung von Christusporträts und der wütende Bildersturm mancher Reformatoren