Prinz Kaspian von Narnia
Die Rückkehr nach Narnia – die von C.S. Lewis erfundene Parallelwelt von vier Kindern im London der 1940er-Jahre – ist eine leichte Sache: Die U-Bahn am Trafalgar Square löst sich magisch auf und schon befinden sich die Pevensie-Kinder wieder in den weiten Landschaften ihres Traumlandes. Seit ihrem ersten Abenteuer sind jedoch 1’300 Jahre vergangen und die Narnianer wurden beinahe ausgelöscht. In den Ruinen ihres ehemaligen Thronsaales werden die Kinder gewahr, dass der Lauf der Zeit auch seine Schattenseiten haben kann. Zu allem Übel ward auch Aslan, die Erlöserfigur in Form eines gewaltigen Löwen, seit mehr als einem Millenium nicht mehr gesehen. Doch ein Erbstreit um den Thron der herrschenden Telmarer bringt einen neuen Hoffnungsträger hervor: Prinz Kaspian.
Der Film beruht zu weiten Teilen auf computergenerierten Landschaften und Charakteren. Die Spezialeffekte stehlen jedoch den Kinderdarstellern nie die Show, sondern fügen sich elegant in die Geschichte ein. Theologisches Grundthema ist wie im ersten Narnia-Film der Glaube an den Erlöser. Die Rückkehr der vier Königskinder lässt auch die Hoffnungen auf ein Wiedersehen des Löwen aufflammen. Lucy, die Jüngste, entdeckt Aslan zuerst und bringt ihn in der epischen Schlacht wieder ins Spiel: Wer Augen hat, der sehe – wer Ohren hat, der höre. Hollywood und seine „special effects“ sind der spätmoderne Nährboden des Glaubens an die wirkmächtigen Bilder.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch
„The Chronicles of Narnia: Prince Caspian“ („Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia“), USA 2008, Regie: Andrew Adamson, Besetzung: Sergio Castellito, Ben Barnes, William Moseley, Anna Popplewell; Verleih: Walt Disney Switzerland, Filmwebsite: http://www.narnia.ch
Kinostart: 31. Juli 2008
Der König von Narnia (Medientipp/Medienheft Dezember 2005)
https://www.medientipp.ch/index.php?na=3,1&meid=52261
http://www.medienheft.ch/kritik/bibliothek/k25_MartigCharles.html
