Preise der Ökumenischen Jury in Karlovy Vary

(medientipp) Beim Filmfestival im tschechischen Karlovy Vary zeichnete die Ökumenische Jury den amerikanischen Film «Bob and the Trees» aus und vergab eine Lobende Erwähnung an «Song of Songs».

Vom 3. bis zum 11. Juli hatten die von Signis und Interfilm berufenen Jury-Mitglieder im «Cannes des Ostens» die Qual der Wahl. Die Tschechen Michael Otrísal und Vit Poláček sichteten, analysierten und diskutierten gemeinsam mit Lothar Strüber und Rita Weinert aus Deutschland die Filmbeiträge im internationalen Wettbewerb. Am Ende war sich die vierköpfige Jury einig und vergab ihren Preis an «Bob and the Trees» (USA 2015). Der Low-Budget-Film des französischen Regisseurs Diego Ongaro porträtiert den Holzfäller Bob Tarasuk. In ihrer Begründung heben die Jury-Mitglieder die Einfachheit, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit des Films hervor. Bobs Einsicht und sein Mut, Fehler einzugestehen und daraus zu lernen, sind aus Sicht der Jury für alle eine Ermutigung. Mit ihrer Einschätzung ist die vierköpfige Jury nicht allein: Diego Ongaro nahm für «Bob and the Trees» nicht nur den Preis der Ökumenischen Jury entgegen, sondern durfte sich auch über den Crystal Globe freuen – den Hauptpreis des Festivals. 

Mit ihrer Lobenden Erwähnung bedachte die Jury den ukrainischen Film «Song of Songs» (2015). Das Drama handelt von einer Kinderfreundschaft in einem jüdischen Schtetl zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das biblische Buch der Lieder, so die Jury in ihrer Stellungnahme, diene als Hintergrund für die Geschichte eines Jungen, die von seinen Träumen und Liebessehnsüchten erzählt. Überzeugt hat die Jury die Bildsprache, durch die die junge Regisseurin Eva Neymann eine eigene Spiritualität entstehen lässt.

Weitere Informationen zu den Mitgliedern der Jury und den Preisträgerinnen und Preisträgern gibt es auf der Website von Interfilm.