Preis der Ökumenischen Jury für «Alias Maria»

(medientipp) Am Ende des 30. Freiburger Filmfestivals, das vom 11. bis 19. März stattfand, zeichnet die Ökumenische Jury das kolumbianische Drama «Alias Maria» aus.

In «Alias Maria» (COL/ARG/F 2015) thematisiert Regisseur José Luis Rugeles das Schicksal von Kindern, die in der kolumbianischen Guerilla kämpfen müssen. Im Zentrum des Films steht die junge Maria. Sie ist schwanger, doch in der Guerilla ist das verboten. Als Maria den Auftrag bekommt, das Baby eines Kommandeurs im Dschungel in Sicherheit zu bringen, taucht sie unter, um ihrem eigenen Kind eine Zukunft zu ermöglichen. «Mit der Kriegsmechanik brechend bevorzugt sie das Leben, die Solidarität, die Betroffenheit», so beschreibt  die Ökumenische Jury Marias Entscheidung.

Der mit 5‘000 Franken dotierte Preis der Kirchenjury am Festival International de Films de Fribourg wird gestiftet von den kirchlichen Hilfswerken Fastenopfer und Brot für alle. Er wird an Filmschaffende verliehen, deren Werke sich mit ethischen und spirituellen Fragen auseinandersetzen, Sinnfragen reflektieren, für die Würde der Menschen und ihre Rechten, für Solidarität und nachhaltige Entwicklung einstehen. Mitglieder der Jury bei der 30. Ausgabe des Festivals, das am Samstag zu Ende ging, waren der reformierte Theologe Pierre Bühler, die Journalistin Laure Speziali und die Filmfachleute Valérie de Marnhac und Roland Kauffmann.

http://fiff.ch
http://kirchen.ch/filmjury

Zum Bericht des Jurymitglieds Pierre Bühler