planet e.: Umwelthormone – Wenn der Körper austickt

In vielen Plastikprodukten, in Kosmetik, Autozubehör und sogar im Essen stecken hormonell wirksame Substanzen, die Übergewicht, Asthma, Allergien und sogar Krebs verursachen können. Die Weltgesundheitsorganisation hat 800 Stoffe identifiziert, die hormonell wirksam sind. Schon winzige Mengen dieser Umwelthormone können unsere Körper durcheinanderbringen. Vor allem Ungeborene und Kleinkinder sind gefährdet – mit erheblichen Langzeitfolgen. Im Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung untersucht die Biologin Dr. Gunda Herberth seit zehn Jahren, wie der frühe Kontakt mit Umweltgiften das Immunsystem von Kindern beeinflussen kann. Schon im Mutterleib nehmen Ungeborene Umwelthormone auf, die viele Jahre später zu Allergien und Neurodermitis führen können. In weiteren Langzeitstudien beobachten Wissenschaftler aus aller Welt, dass zahlreiche hormonaktive Substanzen Fettleibigkeit und Diabetes fördern und unsere Fortpflanzung beeinträchtigen. Unbemerkt und ungewollt belasten wir unseren Körper täglich mit zahlreichen Schadstoffen. Gibt es überhaupt unbedenkliche Alternativen?