plan b: Das grosse Brummen
Ohne Insekten gäbe es weder Gurken noch Erdbeeren, Äpfel oder Kürbisse. Ihre Bestäubungsleistung ist weltweit jedes Jahr mehrere Hundert Milliarden Euro wert. Umso dramatischer ist der Insektenschwund, mit dem wir konfrontiert sind. Die wesentlichen Gründe: Monokulturen, Überdüngung und Pestizid-Einsatz in der Landwirtschaft. Aber auch in den Städten und privaten Gärten finden Insekten immer weniger Nahrung und Lebensraum. Denn die meisten Gärten und Parks in Deutschland sind vor allem grün und pflegeleicht. Aus der Sicht von Insekten sind diese Flächen trostlos und lebensfeindlich. In der Landwirtschaft heisst das Zauberwort der Reformer: «Ökologische Intensivierung». Der englische Agronom, Marek Nowakowski, trainiert Bauern im sogenannten Wildlife Farming: die weniger ergiebigen Ränder der bewirtschafteten Felder werden gezielt mit Gräsern, Wildkräutern und Blumen bepflanzt. So lässt sich die Zahl der Bienen, Hummeln und Käfer messbar erhöhen
