Philosophie. Verführung
Wer verführen kann, wird oft bewundert. Die Philosophie misstraute dieser hehren Kunst jedoch schon seit Platon: Die Verführung galt als enge Verwandte von Lüge und Täuschung, die den Menschen von der Wahrheit wegführt. Gilles Lipovetsky erklärt, dass Verführung in der Natur omnipräsent ist: Blumen schmücken sich mit bunten Farben, um Bestäuber anzulocken, und Tiere balzen, um potenziellen Geschlechtspartnern zu gefallen. Und die Menschen? Wo ist die Grenze zwischen Verführung und sexueller Belästigung? Eine Aktivistin der feministischen Organisation Paye Ta Shnek gibt Antworten. Die nähere Beschäftigung mit dem Phänomen erlaubt eine weitere Hypothese: Was, wenn das wahre Wesen eines Menschen letztlich an der Oberfläche liegt?
