Perspektiven. Getilgte Spuren

Thessaloniki galt lange als Griechenlands führende multikulturelle Stadt. Über Jahrhunderte lebten dort Christen, Muslime und Juden meist friedlich zusammen. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die verbleibenden jüdischen (und osmanischen) Spuren nach Möglichkeit getilgt. Dass das nicht ganz gelang, ist unter anderem Rena Molho zu verdanken, die den ersten und bis heute einzigen griechischen Lehrstuhl für jüdische Geschichte innehatte. Franziska Hirsbrunner konnte die streitbare Historikerin auf einem Stadtrundgang begleiten