Perspektiven. Der Preis des Geldes
Ursprung des Geldes ist ein sakraler Opferkult, mit Geld brachte man den Göttern ein Opfer, um Leistungen zu entgelten. Die Kirche fing im Spätmittelalter an, Geld zu verleihen und eine Art Kreditsystem wurde aufgebaut. Eine wichtige Einnahmequelle war für sie, dass man sich für eine bestimmte Geldsumme vom Fegefeuer freikaufen konnte. Das Individuum und sein Lebensstil wurden gewissermassen in Geld aufgewogen. Etwas, das zunächst die freie Marktwirtschaft von der Kirche lernen konnte, und das bis hin zur «Sünde» eines heute völlig losgelösten Finanzmarktes führte. Hansjörg Schultz spricht mit der Berliner Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun
