Peggy Guggenheim

Peggy Guggenheim sammelte moderne Kunst und sie sammelte Männer. «In meinem Leben ging es nur um Kunst und Liebe», sagte die Galeristin in einem Interview kurz vor ihrem Tod 1979. Die Tonaufnahmen des Gesprächs mit Guggenheims Biografin Jacqueline Bograd Weld galten lange als verschollen, sind nun jedoch wieder aufgetaucht. Ihre Leidenschaft liess Peggy Guggenheim als Autodidaktin zu einer der einflussreichsten amerikanischen Kunstmäzeninnen, Sammlerinnen und Galeristinnen moderner Kunst werden. Bis zu ihrem Tod soll sie fast jeden Tag ein Bild gekauft haben. Ohne jegliche kunsthistorische Ausbildung ging die junge Amerikanerin in den 20er Jahren nach Paris und umgab sich mit Künstlern und Intellektuellen. 1938 eröffnete sie in London die Galerie «Guggenheim Jeune», wo sie Werke von damals noch weitgehend unbekannten Künstlern wie Wassily Kandinsky ausstellte. Als die Nationalsozialisten Paris besetzten, ging sie zurück nach New York und eröffnete mit der Galerie «Art of This Century» eine der ersten avantgardistischen Ausstellungsstätten der USA