Paradies: Hoffnung
Melanie (Melani Lenz) steckt mitten in der Pubertät: Die 13-Jährige stellt bei ihrer alleinerziehenden Mutter meist auf Durchzug und verbringt den Tag am liebsten mit Naschen und Abhängen. Die erste Liebe erlebt die Teenagerin an einem mehr als ungewöhnlichen Ort: einem Diät-Camp im österreichischen Wechselgebirge. Dort versucht sie zusammen mit anderen übergewichtigen Gleichaltrigen, durch körperlichen Drill und strenge Ernährung überschüssige Pfunde loszuwerden. Sobald die Erwachsenen wegschauen, wird aber heimlich Süsses gefuttert, Alkohol getrunken und Flaschendrehen gespielt. Melanie hat einen Schwarm: den gutaussehenden Diätarzt (Joseph Lorenz). Der um 40 Jahre ältere Mann weiss bald kaum mehr, wie ihm geschieht. Denn die hemmungslose Zuneigung und die unmittelbare Körperlichkeit des Mädchens berühren sein Herz. Stillschweigend deckt er eine unerlaubte Discotour, bei der Melanie, komatös betrunken, nur knapp einer Vergewaltigung entgeht. Ulrich Seidl beendet seine «Paradies»-Trilogie mit einem versöhnlichen Coming-of-Age-Film (AT/DE/FR 2013): Mit Zartheit erzählt er die Geschichte einer unerlaubten Liebe
