Osteopathie

Für Osteopathen ist der Schmerz nur ein Symptom, dessen Auslöser es aufzuspüren gilt. Dazu bedienen sie sich sogenannter Ursache-Folge-Ketten, denn ihr Grundgedanke ist, dass der Bewegungsapparat, der Schädel und das Rückenmark sowie alle inneren Organe als System zusammenhängen, verbunden durch feine Gewebenetze – die Faszien. So finden Osteopathen die Ursache für Schmerzen oft, weit ab vom Symptom, an einer ganz anderen Stelle im Körper. Nicht selten behandeln sie daher bei Knieproblemen Hüfte oder Rücken, oder bei Migräne den Blutfluss in der Leber. Bis heute ist der Beruf des Osteopathen in Deutschland nicht staatlich anerkannt. Andere europäische Länder sind da bereits weiter, und in den USA, dem Geburtsland der Osteopathie, gilt sie als eine eigenständige Form der Medizin. Wissenschaftler in den USA arbeiten an Verfahren, um die Wirkung von Osteopathie zu belegen. Und auch die Faszienforschung kann immer besser zeigen, was genau unter den Händen von Osteopathen passiert