Ohne geht’s nicht
Europa wählt am 26. Mai. Und unser Wohlstand hat viel mit Europa zu tun. Die deutsche Volkswirtschaft ist auf Arbeitnehmer aus der EU und anderen Ländern der Welt angewiesen. Das Schnitzel auf unserem Teller stammt von einem Schwein, das vermutlich ein «Ausländer» geschlachtet hat. Die Fleischverarbeitungsbranche hat, laut der Bundesagentur für Arbeit, mit etwa 40 Prozent den höchsten Ausländeranteil an Arbeitskräften in Deutschland. Daniela Reim kümmert sich in Niedersachsen um die Wanderarbeiter, die in der Fleischindustrie und in vielen anderen Branchen vorübergehend eingesetzt werden. Friedrich Heimerer hat im Kosovo eine private Fachhochschule gegründet, die Pflegepersonal für den deutschen Arbeitsmarkt ausbildet. Thomas Süss hat eine Baufirma in Leipzig. Er ist gelernter Ofensetzer und Fliesenleger. Fachkräfte zu finden, sei eine Qual heutzutage. Er muss Subunternehmer aus Polen und Portugal beschäftigen, denn die Branche boomt. Vier Beispiele aus vier der am stärksten betroffenen Branchen, die zeigen: Ohne ausländische Arbeitnehmer geht’s nicht!
