Ökumenische Preisträger in Karlovy Vary und Eriwan

(medientipp) Anfang und Mitte Juli wurden zwei Ökumenische Preise in Tschechien und Armenien vergeben.

Am 45. Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary vom 2. bis 10. Juli erhielt Dmitrij Mamulija mit „Drugoje Něbo“/“Another Sky“ (Russland 2010) den Preis der Ökumenischen Jury. Es handelt sich um den ersten Spielfilm des georgischen Regisseurs. „Another Sky“ sei die Geschichte einer zutiefst spirituellen Reise, durch die der Zuschauer zu einem neuen Blick auf die Welt geführt werde, wie in der Begründung der Jury nachzulesen ist. Ferner hat die Jury eine lobende Erwähnung für „Hitler à Hollywood“ von Frédéric Sojcher (Belgien/Frankreich/Italien 2010) ausgesprochen, der ein Plädoyer für kulturelle Diversität sei – gegen Einheitlichkeit und Manipulation. Ferner sei der Film in einem
brillanten, intelligenten, aufgeweckten und humorvollen Stil gestaltet.

In der armenischen Hauptstadt Eriwan – am 7. Golden Apricot – hat „Mi nayir hayelun“/“Don´t look in the Mirror“ von Suren Babayan die Ökumenische Jury überzeugt. In „Don´t look in the Mirror“ (Armenien 2009) sieht ein gealterter, nicht besonders attraktiver Mann, dessen
künstlerische Ambitionen längst erloschen sind, eines Tages in den Spiegel und findet darin eine völlig andere Person. Sein Leben verwandelt sich zu einer bizarren Folge von komischen und
tragischen Episoden. „Reich an Imagination und künstlerischer Metaphorik stellt der Film die existenzielle menschliche Suche nach Identität in einer verwirrenden Welt dar – eine Identität, die man nur findet, indem man sich selbst in anderen Menschen wiedererkennt“, so die Jury in ihrer Begründung.

Offizielle Festivalwebsites
Karlovy Vary: http://www.kviff.com
Eriwan: gaiff.am