Ökumenische Preise in Tschechien und Armenien
(medientipp) Am 44. Internationalen Filmfestival im tschechischen Karlovy Vary gewann der iranische Film „Bist“ den Preis der Ökumenischen Jury. In der armenischen Hauptstadt Eriwan – am 6. „Golden Apricot“-Festival – war es der georgische Film „The Other Bank“, der die Ökumenische Jury überzeugte.
„Bist“ (Twenty) von Abdolreza Kahani zeigt aktuell und wirkungsvoll Kultur und Alltag des heutigen Iran. Die Angestellten einer kleinen Cafeteria offenbaren menschliche Grösse, als sie vom Verlust ihrer Arbeit bedroht sind. Der Jury gefiel insbesondere die mit tiefer Sympathie gezeichneten weiblichen Figuren des Films – Mütter, Ehefrauen und Mädchen – welche durch ihre überwältigende Menschlichkeit beeindruckten. Die Jury von Karlovy Vary bestand aus Daniela Magálová (Präsidentin, Slowakei), Heinz Kersten (Deutschland), Ieva Pitruka (Lettland), Douglas P. Fahleson (USA), Lothar Strüber (Deutschland), Jan Eliáš (Tschechien).
„The Other Bank“ von George Ovashvilli erzählt von einem jungen Flüchtling in Georgien, der alles unternimmt, um jenseits der Grenze in der abtrünnigen Provinz Abchasien seinen Vater zu finden, in der Hoffnung, seine Familie wieder zu vereinen. Während der Film die Möglichkeit der Versöhnung offenhält, so verdeutlicht er zugleich die Traumata und die Leiden, die aus gewaltsamen Grenzziehungen folgen. Die Jury von Eriwan bestand aus der Präsidentin Denyse Muller (Frankreich), Guido Convents (Belgien) und Gevorg Saroyan (Armenien). Der Film gewann neben dem Ökumenischen Preis auch die „Golden Apricot“ für den besten Spielfilm.
Offizielle Festivalwebsites
Karlovy Vary: http://www.kviff.com
Eriwan: gaiff.am
