Ökumenische Jury Locarno vergibt neu 20´000 Franken
(medientipp) Seit über 30 Jahren würdigt eine Ökumenische Jury am Internationalen Filmfestival Locarno ausgewählte Wettbewerbsfilme. Gemäss einer Medienmitteilung wird die Würdigung neu mit einem Preisgeld von 20´000 Franken dotiert. Bisher war der Preis der Ökumenischen Jury lediglich eine symbolische Anerkennung gewesen.
Das Preisgeld wird von der evangelisch-reformierten und der römisch-katholischen Kirche der Schweiz zur Verfügung gestellt. An den Preis ist die Bedingung geknüpft, dass die Preissumme für die Distribution des prämierten Films in der Schweiz verwendet wird. Mit der Distributionsförderung wollen die Kirchen laut Communiqué dem Problem entgegensteuern, dass die Kinoleinwände und die TV-Programmplätze für Spielfilme oft überbelegt sind und nur wenige Filme den Sprung aus dem Festivalcircuit in die Distributionskanäle schaffen
Die Ökumenische Jury richtet ihre Aufmerksamkeit auf Filme mit einem besonderen Blick. Sie interessiert sich sowohl für künstlerische Qualität, als auch für religiöse, soziale und menschliche Fragen. Dabei befragt sie die Visionen der Filmschaffenden nach einem Sinn für Gerechtigkeit, Frieden und Respekt sowie nach spirituellen Dimensionen.
Die Arbeit der Ökumenischen Jury am Filmfestival von Locarno, das vom 4. bis 14. August stattfindet, kann verfolgt werden unter http://www.kirchen.ch/filmjury
Offizielle Festivalwebsite: http://www.pardo.ch
