Nora oder Ein Puppenhaus
Vom beschaulichen Puppenheim ist nicht viel geblieben, ausser der Kindfrau Nora (Manja Kuhl), die sich mittels eines grünen Papptannenbaumes als spitzentanzendes Püppchen durch die Weihnachtszeit bewegt. Die Fassade bröckelt schon lange, vor allem den Männern ist anzusehen, dass die besten Tage schon hinter ihnen liegen. Wie Zombies schleichen sie um die verführerische Nora herum. Nora gibt sich als süsse «Naschkatze», entpuppt sich aber als Lügnerin und Betrügerin. Sie tut vieles, wenn nicht alles, für Geld. «Die sexualisierten Wunschträume einer bigotten Männerwelt explodieren bei Herbert Fritsch in einem grellen Albtraum», meint die Theatertreffen-Jury und zählt das skurrile Horror-Märchen «Nora oder Ein Puppenhaus» zu den zehn «bemerkenswertesten Inszenierungen» der Theatersaison 2010/2011
